Der Formteilautomat
Die Technik hinter EPP
Die Schaumpartikel wurden in einem sog. Formteilautomat verarbeitet. Dieser muss prozessbedingt mit Dampf, Druckluft und Kühlwasser versorgt werden. Die einzelnen Bestandteile werden am Beispiel des Formteilautomats der Neue Materialien Bayreuth GmbH erläutert. Die NMB (Neue Materialien Bayreuth) verfügt über eine komplett eigenständige Medienversorgung, die für einen Dauereinsatz unter Industriebedingungen ausgelegt wurde. Da alle Medien nicht kontinuierlich benötigt werden, ist allen Versorgungsleitungen ein Pufferspeicher zwischengeschaltet.
a) Dampferzeuger
Die Dampfversorgung erfolgt durch eine gasbetriebene Dampfkesselanlage. Der Kessel fasst anderthalb Kubikmeter Wasser und stellt einen Massestrom von 1.100 Kilogramm Dampf pro Stunde bei acht bar Druck zur Verfügung. Zur Erhitzung des Wassers dient ein Gasbrenner mit einer Leistung von maximal 1.750 Kilowatt. Zwischen Dampfkessel und Formteilautomat ist ein Dampfspeicher eingebunden.
b) Kompressor
Die für den EPP-Prozess (überwiegend zum Füllen des Werkzeugs) benötigte Druckluft von acht bar erzeugt ein Schraubenkompressor. Der Druckluftspeicher stellt fünf Kubikmeter Druckluft von acht bar Druck zur Verfügung.
c) Kühlsystem
Zur Kühlung des Werkzeugs steht Kühlwasser mit einer Temperatur von max. 40 Grad Celsius in einem etwa vier Kubikmeter großen Kühlbecken zur Verfügung. Der Volumenstrom des Wassers ist durch die im Formteilautomaten eingebauten Ventile auf vier Liter pro Sekunde limitiert.










